things that act

Wo, Wann: Lausanne, 2002
Auftraggeber: Nurobot, Kai Arras
Auftrag: Konzept
In Zusammenarbeit mit: Yves Ebnöther, Patrik Zulauf

c_cat1c_cat2c_cat3c_cityfurniture2

  1. Hintergrund

Die Roboter kommen. Nur diesmal scheint es ein handfester Trend zu sein und kein Verprechen der KI-Forschung. Sony spricht von der „Robotics Wave“, die Teil der digitalen Revolution im Begriff ist, auf uns zuzuschwappen. Internationale Organisationen wie die United Nation Economic Commission für Europa (UNECE), die International Federation of Robotics (IFR) oder die Japan Robot Association (JARA) sagen ein signifikantes Wachstum für Dienstleistungs- und Personalroboter voraus. Ferner verkauft eine grösser werdende Anzahl von Firmen einem breiter werdendem Publikum robotische Geräte mit Erfolg. Ernst zu nehmende Stimmen sehen die Robotik nach PCs, mobilem computing und dem Internet als eine der einflussreichsten Technologien des 21. Jahrhunderts. Folgt man diesen Stimmen so gelangen Roboter dabei in neue Bereiche des beruflichen und privaten Alltags. Sie prägen dabei die Art wie wir arbeiten, spielen, aufwachsen, wohnen, lernen, alt werden, pflegen, Behinderungen lindern, Kriege bestreiten und mit Maschinen interagieren.

Dass dies weder Science-Fiction noch Ausdruck japanischer Technophilie ist, bezeugt z.B. die Pressemitteilung des US-Amerikanischen Firma iRobot im Oktober 2004, wonach eine Million Roomba Roboter verkauft worden sind. Roomba ist ein autonomer Staubsauger für den Heimgebrauch nach Vorbild des 1997 vorgestellten Trilobite der schwedische Firma Electrolux. Eine Million ist absoluter Rekord für einen Roboter jeglichen Typs – Industrieroboter miteingerechnet. Firmen wie Sony, Honda, Samsung, Fujitsu, Electrolux oder Philips, um nur einige Beispiele zu nennen, haben in den letzten Jahren eigene Robotikabteilungen gegründet um die neuen Märkte im Dienstleistungs- und Consumer-Sektor bedienen zu können. Roboter also, die zu uns nach Hause kommen und neben Wasch- und Spülmachine unser Leben erleichtern.

c_peeelerc_stairstriker

1.1. From Thinks That Think to Things That Act

1988 postulierte Mark Weiser vom Computer Science Lab von Xerox Parc den Begriff des „ubiquitous computing“ und meinte damit die dritte Phase der elektronischen Datenverarbeitung. Zuerst gab es die Mainframes die sich mehrere Personen teilten, dann die PCs mit einer Person pro Computer und schliesslich ubiquitous computing wo viele Computer auf dieselben Person kommen. Weiser betont, dass ubiquitous computing eine „calm technology“ ist, bei der die Technik in den Hintergrund unseres Alltags verschwindet und für den Benutzer unsichtbar wird (Weiser 1993).

Auf der Idee des ubiquitous computing aufbauend läuft seit 1995 das „Things-that-think“-Projekt am MIT Media Lab. Das Vorhaben ist von der Vision getragen, in alltägliche Dinge wie Kleider, Schmuck oder Objekte am Arbeitsplatz Computer einzubetten und miteinander zu vernetzen. Dort sollen sie menschlichen Bedürfnissen wie erhöhte Produktivität, Sicherheit, Wohlergehen, Kreativität oder Lernen zugute kommen. Nicht zuletzt weil Weisers Ideen vor fast zwanzig Jahren weitgehend Wirklichkeit geworden sind sind, liest sich die Sponsorenliste des „Things-that-think“-Projekt wie ein who’s-who der globalen IT-Branche (MIT 1995).

In diesem Sinne stellen wir den Begriff der «Ubiquitous robotics» in den Raum und stellen uns Dinge vor, welche nicht nur die Fähigkeit zum Interfacing und Kommunikation besitzen sondern sich auch durch Eigenbewegung und Eigenverhalten äussern können. From things that think to things that act. Robotik ist die Technologie, die Sensoren und Aktoren einsetzt und „intelligent“ miteinander verbindet. Sie gibt den Dingen die Fähigkeit zur Wahrnehmung und Bewegung im physikalischen Raum. Sie verleiht das Vermögen zur Verarbeitung sensorischer Stimuli, Reflektion über Verhalten und Auslösung von Aktion. Mit Robotik animieren wir unsere Umgebung. Die Objekte um uns herum fangen an, auf Reize zu reagieren, Handlungen zu planen und diese auszuführen. Sie verändern ihren inneren Zustand, ihre Position im Raum oder ihre Form. Sie tun dies auf Wunsch oder aus eigenem Antrieb. Aus Hardware wird Software.

Volker Albus fragt „… Es geht darum, unser statisches Umfeld auf seine statische Unveränderbarkeit zu überprüfen bzw., als Frage formuliert: Welche Funktionen lassen sich als mehr oder weniger automatisierte Handlungsabläufe sinnvollerweise in unser häusliches, in unser urbanes Umfeld, in unsere Möbel, unsere Autos, unsere Häuser implantieren?“ (Albus 2002). Und er zitiert die 1987 vom italienischen Designer Denis Santachiara entworfenen Gruppe “Sister chair“, bestehend aus drei verschiedenen Stühlen. “La timida“, ganz scheue Dame, errötet, wenn sie die Stimme ihres Besitzers vernimmt, “La espansiva“ dehnt ihre Sitzfläche aus, wenn man sich auf ihr niederläßt und “La volubile“ verändert ihre Farben, wenn sie mit dem Körper des Sitzenden in Kontakt kommt.

Robotik ist also auch der Ort, wo die Interfaces aus der Apathie ihrer Zweidimensionalität ausbrechen. Keine flachen Touchscreens die darauf warten, bedient zu werden, sondern Schnittstellen, die in den Raum hineinragen, in ihn hinein agieren und mit dem Benutzer durch Taktiliät reaktiv oder proaktiv in Kontakt treten.

Unter Designaspekten wird man sich neben Form und Funktion die Frage stellen müssen inwiefern diese neue physikalische Art der Virtualität und diese neuen Interface-Formen unser Verhältnis zu den Dingen verändert. Wenn die Objekte unserer häuslichen und beruflichen Umgebung animiert werden, so entstehen zusätzliche Designparameter: Interaktionsdesign, Verhaltensdesign, das Design neuer Formen emotionaler Bindungen und nicht erst seit Roboter als glamouröse Ikonen über unsere Leinwand stapfen ist Roboter-Design auch das Design einer Botschaft.

c_plantersol_

Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christoph Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte Christophe Scheidegger architekturprodukte 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s