022 Kunstkredit Erlenmatt

Projektbeschrieb Kunstkredit 2014 – Kunst am Bau – Primarschule Erlenmatt:

von Christophe Scheidegger und Christian Mueller

 

Titel:

Primarstaat Erlenmatt

 

Idee:

Die neue Primarschule wird als hypothetischer Staat in der Stadt angesehen. Die Schule erhält einen eigenen Namen mit Beschriftung, eine Verfassung (Schulleitbild), einen Gründermythos (das Erlkönig-Gedicht würde sich beispielsweise als Grundlage eignen), Gedenktafeln, Flaggen, ein Wappen, eine Hymne, Grenzsteine, ein Zollhäuschen, einen repräsentiven, geschmückten Versammlungort (als Parlament). Dabei beschränken wir uns auf statische, illustrierende, staatsbildende Insignien, Gegenstände und Erzählungen.Gedanken:

Auf dem ehemaligen Areal des deutschen Güterbahnhofes entsteht ein komplett neues Quartier. Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner sind Pioniere. Ihre Kinder, zusätzlich Pioniere ihres Lebens, werden auf diesem Areal ihre Nische in der Gesellschaft schaffen und finden müssen.

Ein Staat ist schlussendlich eine Behauptung, die duch Rituale und Objekte gefestigt wird (z.B.: ein Parlament, Grenzmarkierungen, Flaggen, Mythen, etc.). Insbesondere die Anerkennung durch andere Staaten hilft dabei zur inneren Absicherung eines Staates.

Eine wirkliche Anerkennung unseres Primarstaates durch andere Staaten spielt in unserem Szenario keine Rolle, eine Anerkennung als städtischer Schulraum genügt und bereits.

 

Wie entsteht ein Staat?

Die Landnahme und das dazugehörige ZusammengehoÅNrigkeitsgefühl soll in unserem Projekt verdeutlicht werden. Die Organisation ‚Schule‘ soll hier konsequent als Staat in der Stadt angesehen werden, wo die Kinder im Kleinen ausprobieren und anwenden können, was später im Grossen an der Tagesordnung sein wird.

 

Was definiert einen Staat?

Es sind zwei Dinge: ein definiertes Territorium und eine Instanz, die gesetzte Regeln in diesem Gebiet durchsetzt. Die meisten Staaten bedienen sich einer Symbolik, um ein ZusammengehoÅNrigkeitsgefühl zu evozieren: Eine Flagge, eine Hymne, eine eigene Währung, einen Gründermythos, einen Pass, Grenzmarkierungen wie z.B. Grenzsteine, Zollhäuser, Grenzwächter, Zäune usw helfen dabei.

Es geht uns darum, hier eine Keimzelle der direkten Demokratie zu behaupten. Die ‚Bevölkerung‘ wird zu selbstbestimmten Individuen ausgebildet. Sie bestimmen ihre Gesellschaft, und wie ein Umgang miteinander ist, selbst. In diesem Setting soll erprobt werden, sich im mündigen Leben zu verwirklichen und an der Gesellschaft mitzugestalten.

Was bedeutet es irgendwo dazu zu gehören? Was bedeutet es nicht dazu zu gehören? Was bedeutet es nicht dazu gehören zu wollen? Was bedeuted dazu gehören zu wollen? Und wieso?

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