030 Buvette St. Louis

Wettbewerb 1. Preis

Realisierung Frühling 2016

 

Beschrieb:

Promenade

Historische Kulisse

Der Thomasturm, am unteren Ende der Schanze, wird im Sommer durch die davorstehende Bäume fast ganz verdeckt. Für die sommerlichen SpaziergängerInnen ist er nur von norden her kommend sichtbar. Der Anfang der alten Stadtmauer wird von einem Holzbau verdeckt. Nimmt man den Turm wahr, ist es ein mächtiger Bau, gebaut aus baseltypischem rotem Stein mit viel Gravitas.

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Allee / Bäume

Die zweireihige Baumallee am Elsässerrheinweg ist mit ausgewachsenen Bäumen bestückt. Auf der höhe des Rheinschiffahrtsterminal gibt es eine Lücke. Der Belag ist besteht aus grauen Zementsteinen. Die Allee wird seitlich mit massiven Granit-Pollern eingefasst.

Zugang Rheinschifffahrt

Der Zugang zur Rheinschiffahrt ist mit einer Aussentreppe und mit dem Schiffsterminal gewährleistet. Die Hotelschiffe empfangen ihre Gäste auch mit eigenen mobilen Zelten, links und rechts des Terminals.

Sichtbezüge

Der St. Johanns-Ring zieht sich, leicht abfallend, bis zum Rhein. Die Durchsicht der NutzerInnen des St. Johanns-Ringes auf den Rhein, ist qualitätsvoll und soll erhalten bleiben.

Das Rheinschiffahrtsterminal ist mitten in der Allee platziert und versperrt so die nord-süd Durchsicht. Die Aussicht nach Kleinbasel ist beim promenieren unter den Bäumen, nicht zuletzt duch das ansteigen der Topografie, spektakulär.

Rheinschanze

Parkanlage

Befindet man sich in der sommerlichen Parkanlage auf der Rehinschanze sind die historischen Bauten weitgehend duch Bäume verdeckt. Der historische Kontext ist kaum als Ganzes zu erfassen. Nur in unmittelbarer Nähe der Wehranlagenelemente, oder mit entprechendem historischen Wissen, ist dieser zu erkennen. Die Schanzentopografie senkt sich nach Süden.

Der im Schanzenbereich erstellte Park ist geprägt duch geschwungene Wege, einer Platzartigen Situation oben auf der Schanze, der frei zugänglichen Zinne und vielen Bäumen. Wenig sicht- und wahrnehmbar, bietet er viel Ruhe aber auch schlecht einsehbare Bereiche welche, insbesondere Nachts, eventuell unerwünschtes Publikum anzieht.

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Entwurfsschwerpunkte

Horizontalität (Dach)

Der Entwurf ist geprägt duch seine horizontalität. Er nimmt so die raumbestimmende Böschungskante und die Ausrichtung der Allee als Gestaltungselement in den Entwurf auf.

Dabei ist das weit auskragende Dach das bestimmende Element.  Die horizontal liegende Verschalung, die durchgehende Theke und weitere Gestaltungselemente unterstreichen diesen Aspekt.

Sichtbezüge

Der Bau gliedert sich in die westseitige Baumreihe ein damit die SpaziergängerInnen in der Allee möglichst weit sehen können. Damit die Durchsicht zum Rhein, vom St. Johanns-Ring her kommend, gewährleistet bleibt ist der Bau nach süden, so nahe wie möglich zum Baum hin geschoben. Da die Breite des eigentlichen Bauvolumens nur ca. 2m berägt, bleibt die SIcht auf den Thomasturm erhalten.

Materialisierung

Grundsätzlich besteht der Entwurf aus drei Materialien: verzinkte Stahlprofile, gestrichenes Holz und gestrichenes Kunststoffchassis des Anhängers. Die Farbgebung ist zur Zeit noch nicht definitiv geklärt. Wünschenswert ist für die Fassaden eine helle Farbgebung mit kontrastierenden Stahlprofilen. Gerne möchten wir diese Frage aber mit den zuständigen Fachleuten der Stadtbildkommission entgültig klären, bzw.bestimmen.

Das Mobiliar besteht aus Holz und Metall.

Form

Die prägenden Teile des Entwurfes sind das Dach, der Sockel, die Theke, das Reduit, der Leergutkasten und das Ausgabevolumen. Sämtliche Teile werden so geformt und gestaltet, dass sie eine schlanke, von Nord nach Süd gerichtete Horizontalität haben. Jedes dieser Teile ist als Volume lesbar. Der Bau kommt so nicht als Kasten, sondern als mehrteiliges Gesamtes zur Geltung.

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Funktionen

Mobilität

Zentrales Element ist der Verkaufsanhänger. Sein Inneres ist mit der funktionsrelevanten Bar- und Kochinfrastruktur ausgestattet.

Raumprogramm

Der Verkaufsanhänger wird längsseitig mit zwei Buffetelementreihen ausgebaut.

Die standardmässige Ausführung des Anhängers gewährleistet drei grossflächige Öffnungen zum Gast hin. Die geöffneten Klappläden sind im Vordach versenkt. Der Verkaufsänhanger wird unter anderem mit dieser wichtigen Massnahme nicht mehr als solches wahrgenommen. Er steht im konglomerat der anderen Bauteile.

Der Bereich über der Anhängerkupplung wird als Reduit ausgebaut. Darin befinden sich die grossen Kühlschränke und Regale.

Hinter dem Reduit, südlich zum Baum hin, befindet ein Lagerkasten für das Mobiliar.

Zur Strasse hin befindet sich ein schliessbarer Leergutkasten.

Damit der Standort auf der Promenade nicht mit zuviel Infrastruktur verbaut wird, planen wir die Toilettenanlage und das eigentliche Lager auf den unteren Parkplätze des St. Johanns-Rings. Vorraussichtlich ist von einem angemieteten WC-Container mit Kanalisationsanschluss auszugehen. Der Lagerraum schliesst sich westlich an den WC-Container an.

Auf dem Wehrtum im Zinnenbereich sind einzelne Veranstaltungen geplant. Dafür sind keine feste Installationen vorgesehen.

Konstruktion

Der Anhänger ist ein autonomes konstruktives Element. Um die mechanischen Elemente zu entlasten wird er im Betrieb vor Ort aufgebockt. Das Dach ist ebenfalls ein autonomes konstruktives Element und als Stahlrahmenkonstruktion mit ausfachenden Plattenelementen konzipiert. Alle anderen Bauteile sind Holzverschalt und als autonome Stützen-Balken Konstruktion geplant.

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